CES: Trend-Thema Smart Home

Die smarte Assistentin Alexa kommt im LG-Kühlschrank zum Einsatz.
Hersteller zeigen an der CES 2017 ihre smarten Kühlschränke, Lampen und Eier.
 
Eines der zentralen Themen der diesjährigen Consumer Electronic Show CES 2017 in Las Vegas ist das vernetzte Zuhause. Smarte, miteinander verbundene Geräte, die einem das Leben, oder zumindest den Haushalt erleichtern sollen, werden von diversen Firmen präsentiert. Hier eine kleine Auswahl.
 
Dass im Smart Home nicht immer alles reibungslos abläuft, zeigt das Beispiel einer Sechsjährigen, die sich mit Alexa verbandelt hat. Das Mädchen hat es geschafft über den Amazon-Netzwerklautsprecher Echo Dot für sich ein relativ teures Puppenhaus und mehre Kilo Guezli zu bestellen. Der Mutter fiel dies auf, nachdem sie ein Bestätigungsmail erhalten hatte - für eine Bestellung die sie nie ausgelöst hatte. Die Tochter gestand schliesslich ein, mit dem Lautsprecher über Puppenhäuser und Kekse gesprochen zu haben, wie 'Heise' berichtet. Auch ist es ihr gelungen, den vierstelligen Bestätigungscode zu diktieren.
 
Weitere Hersteller integrieren Alexa
Bleiben wir beim Thema Alexa. Die smarte Assistentin von Amazon ist auch für andere Hersteller offen. Lenovo hat bereits einen Lautsprecher vorgestellt, in dem die Technologie integriert ist. Im Lenovo "Smart Assist" steckt ein Intel-Celeron-Prozessor, zwei GB RAM und acht GB Speicherplatz. Das Gerät lässt sich über Wlan- und Bluetooth verbinden und Lenovo weist darauf hin, dass auch Lenovo-eigene Geräte mit dem Assistenten gesteuert werden können.
 
Alexa kommt aber nicht "nur" in der Form eines Lautsprechers als Zentrale des Smart Homes zum Einsatz. Der Hersteller LG zeigt an der CES den Kühlschrank "Smart InstaView Door-in-Door", in dem ebenfalls Amazons Alexa steckt und so den Kunden eine Reihe von Funktionen zur Verfügung stellt. Darunter etwa der Zugriff auf ein Rezeptarchiv, die Möglichkeit Musik abzuspielen, ein Taxi zu bestellen, das Wetter abrufen und natürlich Bestellungen bei Amazon zu tätigen. Eine Kamera des Kühlschrank schickt ausserdem ein Bild des Inneren auf ein gewünschtes Smartphone, eine "unabdingbare Funktion für jeden, der schon mal versucht hat, seinen Supermarktbesuch ohne Einkaufsliste zu bewältigen", bewirbt LG die Funktion.
 
Alexa steckt auch in der smarten Kamera Hugo, die aus einer einer Partnerschaft von Binatone und Motorola entstanden ist. Die Monitoring- und Steuerungslösungen Hugo und Ivo sind mit weiteren Content-Services für die ganze Familie ausgestattet, so eine Mitteilung. Dazu gehören
Dieses Ei hilft in der Küche. Bild: 'helloegg.net'
Sport- und Wetterreports, Nachrichten abzurufen oder Musik-Streamingservices und Hörbücher.
 
Eine Lampe mit Alexa gibt es von GE. Die "C By GE" genannte Lampe funktioniert am Morgen als Wecker, spielt die gewünschte Musik zum Aufwachen oder trägt die Nachrichten und den Wetterbericht vor. Sie kann ausserdem Musik von Pandora, Spotify oder Amazon streamen und weitere Alexa-kompatible Smart-Home-Geräte steuern, wie 'Cnet' schreibt. Das US-Techportal hat in einer ausführlichen Liste, weitere Alexa-Hardware zusammengetragen.
 
Auch Googles Assistant wird überall sein
Bis anhin gab es Googles smarten Assistenten nur für eine beschränkte Anzahl Geräten. Nun kündigt das Unternehmen an, dass Google Assistant künftig "überall" verfügbar sein soll – vom TV, über das Auto hin zur Smartwatch. Beim TV-schauen können Nutzer somit auch Fragen stellen, das Wetter abrufen oder weitere Smart-Home-Geräte kontrollieren.
 
Ein Ei, das in der Küche hilft
Der Hersteller Griffin Technology hat ebenfalls eine ganze Reihe an smarten Consumer-Produkten vorgestellt, darunter eine Kaffeemaschine oder ein Toaster, wie die britische 'Dailymail' berichtet. Ein smarter Spiegel des US-Herstellers zeigt dezent am Rand den Status der anderen Geräte, das Wetter oder Nachrichten an.
 
Vom Tech-Startup RnD65 stammt ein eiförmiges Gerätchen, das in der Küche helfen soll, genannt Hello Egg. Das Ei soll zusammen mit einer Web- oder Mobile-App bei der Routine-Arbeit in der Küche helfen. Es kann laut 'Ibitimes' etwa die Mahlzeiten planen und Lebensmittel online bestellen. Es versteht natürliche Sprache und kann so auch allgemeine Fragen während des Kochens beantworten oder die Nachrichten vorlesen. Ausserdem agiert Hello Egg als Timer und kann an Termine erinnern. (kjo)