Diese Trends dominieren die CES 2017

Bild: 'ces.tech'
Morgen startet die Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas CES 2017. Diese Themen werden besonders stark vertreten sein.
 
Morgen startet in Las Vegas eine der weltweit grössten Messe für Consumer Electronics CES 2017. Über 170'000 Besucher werden erwartet, die auf 230'000 Quadratmetern neue Technologien vorgeführt bekommen. Etwa 3'800 Aussteller präsentieren sich bis zum 8. Januar in Las Vegas.
 
Unter den Ausstellern befinden sich laut dem 'Wall Street Journal" auch knapp 140 Automobil- oder Automobil-nahe Unternehmen. Von vielen dieser wird erwartet, dass sie über ihre Strategien in Sachen autonome Autos berichten. Auch traditionelle Tech-Unternehmen gehören fest zu diesem Bericht. So wird der CEO des Chip-Herstellers Nvidia Jen-Hsun Huang in seiner Keynote über künstliche Intelligenz und autonomes Fahren sprechen. Daneben sollen auch eine Reihe von Augmented-Reality-Displays gezeigt werden. Diese können etwa Notifikationen oder die Route des Navigationssystems auf die Windschutzscheibe projizieren. Auch insgesamt wird Virtual- und Augmented-Reality ein grosses Thema bleiben.
 
Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit autonomen Autos wird 5G sein, schreibt die 'Financial Times'. Qualcomm-Chef Stephen Mollenkopf wird in seiner Keynote über dieses Thema sprechen. Vom neuen Standard wird eine schnellere Datenübertragung und eine niedrigere Latenz erwartet. Eine Reihe von Tech-Unternehmen und Netzwerkbetreiber werden an der CES dieses Thema zentral aufgreifen, so das Wirtschaftsblatt.
 
Smarte Gadgets und Security
Nicht nur im Zusammenhang mit autonomen Fahrzeugen sondern über andere Themen hinweg wird künstliche Intelligenz (AI) allgegenwärtig sein, schreibt die 'Financial Times'. AI steckt im Herzen der Technologie für Robotik oder Drohnen. Es wird ausserdem erwartet, dass es die Technologie dieses Jahr in verschiedene Consumer-Geräte schafft.
 
Während viele Gadgets heute ohnehin schon smart sind, werden nun noch mehr Haushaltsgeräte mit Sensoren und Software ausgestattet. Mit ein Grund dafür sind die fallenden Kosten von Sensoren. Ein erstes Beispiel ist eine smarte Haarbürste, die L'Oreal und Withings im Vorfeld der CES angekündigt haben. Sie ist unter anderem mit einem Mikrofon ausgestattet, "hört", wie sehr die Haare verletzt werden, und kann dem Nutzer mittels einer passenden App Tipps zur Haarpflege geben. Als weitere Beispiele nennt die 'Financial Times' Zahnbürsten, die sagen, wie effizient man putzt oder Waschmaschinen, die informieren, wenn Waschmittel gekauft werden muss.
 
Als weiteres omnipräsentes nennen die beiden Wirtschaftszeitungen die "Tech Butler". Die Haushaltsgeräte mit eingebautem smarten Assistenten, wie Amazons Echo, in dem Alexa zum Einsatz kommt. Gestern hat auch Lenovo mit dem "Smart Assistant" einen mit Alexa ausgestatteten Lautsprecher angekündigt. Das 'Wall Street Journal' erwartet noch mehr Hersteller, die eine Integration von Alexa ankündigen. Auch Microsofts smarte Assistentin Cortana kommt in Form des HomeHubs in der Hardware diverser Hersteller zum Einsatz.
 
Wenn es um das Thema Smart Home geht, darf das Thema Security nicht vergessen werden. Das 'Wall Street Journal' erwartet eine Reihe von Smart-Home-Anbietern, einen grösseren Fokus auf Security legen. Diverse Angriffe in den vergangenen Jahren hätten gezeigt, welches Risiko smarte Gadgets darstellen können. Smarte, miteinander verbundene Geräte werden auch im Gesundheitsbereich wichtig. Es werden eine Reihe von Herstellern erwartet, die sich dem Thema widmen und beispielsweise Wearables präsentieren, die verschiedene gesundheitliche Probleme beim Träger erkennen oder überwachen können. (kjo)