Auch Interdiscount setzt auf Nachbarschaftshilfe von Mila

Gerade noch pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hat Interdiscount an 22 Standorten in der ganzen Schweiz den Pilotbetrieb mit den Liefer- und Installationsservices von Mila gestartet. Konkret geht es darum, dass technisch versierte Menschen, allen bei Mila registrierten Privatpersonen gegen eine Service-Pauschale Unterstützung rund um die Produkte des Heimelektronik-Anbieters liefern.
 
Service-Angebote auf der Basis von Mila sind seit gut einem Jahr schon Brack im Einsatz und ein Pilotprojekt wurde kürzlich auch beim deutschen Elektronikversandhändler Conrad gestartet. Schon 2013 hatte Mila gemeinsam mit Swisscom die Plattform Swisscom Friends gestartet. Ende 2015 hat der Exmonopolist dann das einstige Startup mehrheitlich übernommen.
 
Bei Interdiscount können Kunden für Lieferungen und Inbetriebnahme technischer Produkte "einen geprüften Tekkie aus der Umgebung buchen", erklärt die Coop-Tochter seinen Service. Aber die Installationen beispielsweise von TVs oder Druckern sollen zu einem durchschnittlichen Richtpreis von 109 Franken auch direkt über Mila.com zu haben sein. "Dafür holen die lokalen Tekkies, sogenannte Mila Friends, das Gerät in einer der 22 Interdiscount Filialen ab und installieren es direkt beim Kunden Zuhause", wie es weiter heisst. Derzeit stünden rund 3000 solcher Freunde in der Schweiz im Einsatz. Das seien technikaffine Menschen, die die Jobs im Nebenerwerb ausführen und auch abends oder am Wochenende kommen.
 
Bei Mila erklärt man die Nutzung des Service so: Beispielsweise wird beim Kauf eines Geräts eine Serviceanfrage an vier lokale Mila Friends mit den entsprechenden Fähigkeiten geschickt. Der erste, der den Auftrag annimmt, bekommt den Zuschlag, meldet sich innerhalb von zwölf Stunden beim Kunden und vereinbart mit ihm einen Termin. Dabei sehe man auf der Plattform als Kunde das Profil des Friends inklusive aller seiner Bewertungen.

Interdiscount plant übrigens diesen Service durch den Rückgriff auf professionelle Serviceanbieter auf komplexere Aufgaben auszuweiten, wie das zum Beispiel bei Brack schon funktioniert. (vri)
 
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