Abacus baut eigene Cloud-Plattform

Ein iPad als Stechuhr: Die neue AbaClocK.
Abacus baut zudem sein mobile-App-Angebot aus und bringt seine erste Hardware auf den Markt.
 
An seiner jährlichen Partnerkonferenz hat Abacus-Chef Claudio Hintermann eine Neuausrichtung der Entwicklungsstrategie des St.Galler Softwareherstellers angekündigt. Der Hintergrund dieser Aussage ist, wie Hintermann gegenüber inside-channels.ch erklärte, dass Abacus eine eigene Cloud-Plattform gebaut hat und diese nun in einem eigenen Rechenzentrum betreibt. Sie übernimmt die Koordination und Kommunikation zwischen Web- und mobilen Apps von Abacus und der Backend-ERP-Software. Bei letzterer spielt es keine Rolle, ob sie on Premise beim Kunden läuft oder von einem Partner gehostet wird.
 
Die Abacus-Cloud, betont Hintermann, diene als reine Synchronisationsdrehscheibe. Darin würden Daten nur zwischengespeichert, bis die Endspeicherung im Backend erfolgt ist. Der Vorteil sei, dass durch die Plattform einzelne Schnittstellen für jede App unnötig werden.
 
Gegenwärtig laufen bereits die reinen Cloud-Services AbaNinja und AbaPos auf der neuen Plattform. Auch die neue mobile App AbaOrder und die AbaClocK (siehe unten) werden darüber kommunizieren. Längerfristig sollen alle bestehenden und zukünftigen Apps eingebunden werden.
 
Gemäss Hintermann ist in Zukunft auch eine Öffnung der Plattform für Zusatzapplikationen von Drittanbietern denkbar. Zuerst stehe aber die Integration des Abacus-Portfolios im Vordergrund.
 
AbaNinja, ein für Kleinfirmen kostenloses, cloud-basiertes Fakturierungsprogramm, wurde bereits im Mai vorgestellt. Nun befindet es sich in der Einführungsphase, ab dem 16. Januar soll es offiziell zur Verfügung stehen.
 
Neue App AbaOrder
Abacus hat auch die Lancierung einer mobilen App namens AbaOrder angekündigt, die zu den existierenden Apps AbaClick (Arbeitszeitabrechnung) und AbaSmart (Bearbeitung von Serviceaufträgen, Projektrapporte) hinzukommt. AbaOrder wird es Mitarbeitenden unterwegs erlauben, auch Bestellungen von Produkten oder Services auf ihrem Smartphone oder Tablet erfassen. Testversionen werden ab Mitte Dezember für Android und ab Mitte Januar für iOS zur Verfügung stehen, so der Softwarehersteller.
 
Und eine Hardware
Zudem bringt der Softwarehersteller erstmals auch eine eigene Hardware auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen Ständer, der ein iPad in eine (etwas altmodisch gesagt) Stechuhr verwandelt. In den Ständer ist ein Badge-Lesegerät eingebaut, das die NFC-Technologie unterstützt. Mehrere AbaClocK-Terminals lassen sich via Cloud miteinander verbinden. Mit der AbaClocK erfasste Arbeitszeiten werden an die Abacus-Business_Software übermittelt, wo sie entsprechend aufbereitet werden. Daten können auch via E-Mail an beliebige Empfänger verschickt werden. Das Gerät wird ab dem nächsten März geliefert und inklusive iPad rund 700 Franken kosten. (Hans Jörg Maron)
 
(Interessenbindung: Abacus ist ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags)