Ergon profitiert von Airlock, Schrauben, Muttern und Finanzunternehmen

Der Haupteingang des Ergon-Gebäudes an der Merkurstrasse in Zürich.
Zwanzig neue "Ergonen", acht Prozent Umsatzwachstum.
 
Die Zürcher Softwareschmiede Ergon Informatik wächst seit vielen Jahren stetig, und auch 2015 war da keine Ausnahme. Der Umsatz lag mit 43,7 Millionen Franken 7,9 Prozent höher als im Jahr davor, gleichzeitig wurden 20 neue Stellen geschaffen. Per Ende 2015 beschäftigte das Unternehmen 235 Mitarbeitende, davon 20 Praktikanten und 9 Lernende. Der Gewinn sank allerdings verglichen mit 2014 von 4 auf 3,5 Millionen Franken.
 
CEO Patrick Burkhalter ist auch für 2016 wieder optimistisch: "Für das laufende Jahr erwarten wir eine verstärkte Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Gespannt sind wir auf die Entwicklung der Geschäfte in Deutschland, wo wir uns ein noch stärkeres Wachstum erhoffen."
 
Der grösste Teil der Belegschaft ist zwar weiterhin mit der Entwicklung von individuellen Kundenlösungen beschäftigt, einen guten Teil des Umsatzwachstums hat Ergon jedoch dem Geschäft mit einer Standardsoftware zu verdanken. Der Umsatz mit dem Sicherheitsprodukt "Airlock Suite" stieg von 7,8 Millionen Franken im Vorjahr auf 9,5 Millionen Franken. In der Schweiz sei der Lizenz- und Wartungsumsatz um 33 Prozent gewachsen, so Ergon, im Ausland konnte er in Schweizer Franken gehalten und in Euro um 14 Prozent gesteigert werden. Airlock ist eine Software zur Sicherung von Internetapplikationen gegen Cyberangriffe, zum Beispiel im E-Banking-Bereich.
 
Ein grosser Teil der im letzten Jahr neu hinzugekommenen Kunden stammte aus dem Finanzbereich, so Ergon. Aber das Softwareunternehmen hat auch Kunden in vielen anderen Branchen. Als Highlight unter den 2015 abgeschlossenen Projekten nennt Ergon die Neuentwicklung einer Applikation zur Steuerung des Materialflusses für das Zuger Unternehmen Bosshard, das auf den Handel mit Verbindungselementen spezialisiert ist. Die Applikation sorge dafür, dass immer die richtige Anzahl C-Teile, zum Beispiel Schrauben, Muttern und Dichtungen, bei den Kunden verfügbar sei.
 
Aus dem Telco-Bereich nennt Ergon einen Erfolg durch das "Recycling" einer bereits für einen anderen Kunden entwickelten Lösung. Man habe nämlich den Kern einer bestehenden Business Support-Systemlösung für einen weiteren Kunden verwenden können. Die Lösung sei Mitte 2015 erstmals auf Testsystemen installiert worden und werde seitdem weiterentwickelt und den individuellen Bedürfnissen des neuen Kunden entsprechend erweitert. (hjm)
 
(Interessenbindung: Ergon ist Technologiepartner unseres Verlags.)