Exklusiv! Bechtle verkauft Coma an Planzer-Tochter Polysys

Coma Services wird rückwirkend per Anfang Jahr an Polysys verkauft. Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
 
Der paneuropäische VAR-Konzern Bechtle will in der Schweiz bekanntlich wieder zum Wachstum zurückkehren. Zuerst wird aber erst mal geschrumpft: Still und leise hat der "Super-VAR" den Drucker-Dienstleister Coma Services rückwirkend auf Anfang Jahr an einen Konkurrenten verkauft. Bechtle-Sprecherin Sabine Brand bestätigte gegenüber inside-channels.ch den Verkauf. Käufer ist Polysys, der zum Logistiker und Transportunternehmen Planzer gehört. Über den Kaufpreis geben die Schwaben keine Auskunft.
 
Coma Services beschäftigt per Ende 2014 insgesamt 34 Mitarbeitende. Alle werden von Polysys übernommen, schreibt Brand in einer E-Mail an inside-channels.ch. Coma behält den bisherigen Standort nicht, sondern wird an den Hauptsitz von Polysys in Bachenbühlach verlegt.
 
Coma erbringt Druckerdienstleistungen für Oki, HP und Lexmark. Früher war Coma auch Distributor für Lexmark, hat dieses Business aber vor eineinhalb Jahren an Also abgegeben. Polysys seinerseits hat Xerox unter Vertrag. Gemäss Webseite beschäftigt die Firma über 150 Mitarbeitende.
 
Zu wenig Synergien in der Bechtle-Gruppe
Die 2007 von Bechtle geschluckte Coma Services hat offenbar nicht mehr in die Strategie von Bechtle gepasst. Der Verkauf sei "strategisch motiviert", so Brand. Als Printer-Dienstleister habe Coma unter dem Dach von Polysys gute Perspektiven.
 
Offenbar liessen sich die erhofften Synergien zwischen Coma und dem anderen Geschäft von Bechtle in der Schweiz (IT-Infrastruktur, Cloud, IT- und Software-Handel) nicht oder nicht mehr realisieren.
 
Mit dem Kauf von Coma stiess der Gründer und Besitzer René Regez zu Bechtle und löste Thomas Willenegger als Bechtle-Schweiz-Chef ab. Coma hatte damals ungefähr 100 Mitarbeitende und trat auch als Marketing-Dienstleister und Distributor auf. (Christoph Hugenschmidt)