Mit IT wird man nicht (super)reich

Während in den USA und in China IT-Unternehmer wie Bill Gates und Jack Ma zu den reichsten der Reichen gehören, sind die meisten der Top-10 Superreichen in der Schweiz entweder Steuerflüchtlinge oder haben geerbt.
 
Die Zeitschrift 'Bilanz' hat heute einmal mehr die Liste der 300 reichsten Menschen und Familien in der Schweiz veröffentlicht. Auffallend ist, dass es zwar einige Hightech-UnternehmerInnen, wie Peter Spuhler (Züge), Hans Jörg Wyss (Medtech), die Gebrüder Rihs (Medtech) oder die Schindler-Familie (Lifte) in die Liste schaffen, aber nur die wenigsten von Ihnen mit Informatik oder Telekommunikation reich geworden sind. Es gibt aber Ausnahmen (In Klammern der von 'Bilanz' geschätzte Reichtum der Reichen aus der IT-Branche):
 
Patrick Drahi, Telekommunikation, unter anderem Green.ch. (8 - 9 Milliarden Franken)
Erben Haefner, unter anderem Beteiligung an CA (8 - 9 Milliarden Franken)
Erich und Helga Kellerhals, Metro (Media Markt, 3,5 bis 4 Milliarden Franken)
André Kudelski, Security (450 - 500 Mio. Franken)
Francisco Fernandez, Avaloq, Software (350 - 400 Mio. Franken. Bei einem Börsengang könnte es noch viel mehr werden.)
Alain und Victoria Chuard, Google. Hat den Startup Wildfire an Google verkauft. (300 - 350 Millionen Franken)
Daniel Borel, Logitech (150 - 200 Mio. Franken)
Uli Sigg, diverse Beteiligungen, darunter Axon Active (150 - 200 Millionen Franken)
 
Unter den 10 Reichsten der Schweiz befindet sich niemand, der oder die mit ICT Geld gemacht hätte. Ausser Hans Jörg Wyss, der das Medizintechnik-Unternehmen Synthes aufgebaut hat, sind die 10 Superreichen der Schweiz allesamt aus Steuergründen eingewandert und / oder haben geerbt. Kudelski, Fernandez, Chuard und Borel, die in der Schweiz IT-Firmen aufgebaut haben, sind vergleichsweise "arm". Und einzig Avaloq-Gründer Fernandez könnte es bei einem Börsengang unter die Superreichen schaffen. (hc)