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Donnerstag, 20.12.2012
Werden Windows-Geräte Ladenhüter?

Laut Zahlen von Context flossen nach dem Launch von Windows 8 im November in Westeuropa wesentlich weniger Windows-Geräte durch den Channel, als noch vor einem Jahr.
 
Eigentlich erhoffte sich der IT-Channel vom Launch von Windows 8 eine Wiederbelebung des PC-Markts. Dies scheint aber, zumindest in Westeuropa, ganz und gar nicht eingetroffen zu sein. Gemäss Zahlen des britischen Marktforschungsinstituts Context lieferten die westeuropäischen Distis im Oktober insgesamt 11,2 Prozent weniger Windows-Geräte (PCs und Tablets zusammengezählt) an ihre Channelpartner aus, als im Oktober 2011.
 
Absturz im November
Dies liesse sich ja noch mit dem Warten auf den Windows-8-Launch am 25. Oktober erklären. Laut Context gingen die Verkäufe von Windows-8-Geräten über Distis allerdings im November, dem ersten Monat nach dem Launch, sogar um happige 27,1 Prozent zurück. Gemäss Context hat der Markt nur gerade in der ersten Woche nach dem Win-8-Launch kurz gezuckt, mit einem bescheidenen Plus von 3,2 Prozent. Danach kehrte die Flaute offensichtlich noch stärker als vorher zurück.
 
Ein Grund dafür dürfte der Unternehmensmarkt sein. Unternehmen scheinen Windows 8 kurz nach seinem Launch wesentlich zögerlicher zu akzeptieren, als Windows 7 nach dessen Launch vor drei Jahren. Laut Context waren im November nur acht Prozent der für den Business-Markt bestimmten Windows-Geräte mit Windows 8 bestückt. Windows 7 wurde im Oktober 2009 lanciert. Im November 2009 hatte Windows 7 im Business-Channel bereits einen Anteil von 31 Prozent.
 
Heimanwender zeigen deutlich weniger Berührungsängste. Bei den für Consumer-konzipierten Windows-Geräten, die über die Distis gingen, hatte Windows 8 im November bereits einen Anteil von 68 Prozent. Windows 7 kam im November 2009 auf 65 Prozent. Zählt man den Consumer- und Business-Geräte zusammen,
 
Touchscreen-PCs: Angebot? Nachfrage?
Ein weiterer Grund für den schwächelnden Windows-Markt könnte die mangelnde Verfügbarkeit der "richtigen" Geräte sein. Windows 8 wurde ganz klar für den Betrieb auf Tablets und auf PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen konzipiert. Noch sind aber erst wenige und zudem meist im höheren Preisbereich angesiedelte Windows-Tablet-Modelle erhältlich, und nur ein kleiner Teil der neuen Notebook-Modelle ist mit Touchscreens ausgerüstet. "Trotz der vielbejubelten Touchscreen-Fähigkeiten von Windows 8 waren bisher nur 2 Prozent der Windows-8-Notebooks, welche die europäischen Distis verkauften, mit einem Touchscreen versehen", kommentiert Context-Chef Jeremy Davies.
 
Neben der Verfügbarkeit von Touchscreen-PCs muss man aber wohl auch hinter die Nachfrage ein Fragezeichen setzen: Zumindest bisher steht der Nachweis noch aus, ob Touchscreens bei Notebooks oder sogar Desktops bei den Anwendern ankommen. Das "typische" Windows-8"-Gerät ist bisher jedenfalls ein klassisches Notebook. 77 Prozent aller Windows-8-Geräte, die im November von Westeuropas Distis verkauft wurden, waren laut Context Mainstream-Notebooks, nur 14 Prozent waren Desktops und sogar nur 3 Prozent Tablets. (hjm)
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