Aufgrund hoher Ausgaben für die Armee-IT gibt der Bund jährlich insgesamt mindestens eine Milliarde Franken für Informatikbeschaffungen aus.
Seit dem Skandal rund um das Software-Projekt
Insieme bei der Eidgenössischen Steuerverwaltungen stehen die Beschaffungen der Bundesverwaltung im Fokus der Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) nun heute die Statistik der Beschaffungszahlungen des Bundes der Jahre 2009 und 2010
veröffentlicht. Die Statistik für 2011 wird Ende Jahr folgen.
Teure Armee-ITDer Bund gibt demnach für Beschaffungen im Bereich Informatik jährlich rund eine Milliarde Franken aus. Die Beschaffungskategorien sind allerdings nicht immer klar abgegrenzt. Für IT- und Telekommunikationsmittel allgemein hat der Bund 2010 rund 321 Millionen Franken ausgegeben. Im Vorjahr waren es 318 Millionen. Zu dieser Kategorie zählen Hardware, Software, Telekommunikationsmittel sowie Pflege und Wartung.
Das ist aber längst
nicht alles. In der Kategorie "IT- und Telekommunikationsmittel für Führungs- und Einsatzsysteme der Armee" - nach dem Strassenbau die gewichtigste Beschaffungskategorie - sind für 2009 615 und für das Folgejahr 530 Millionen Franken aufgelistet. Darin widerspiegelt sich wohl unter anderem das Chaos bei der Armee-IT rund um das fehlerhafte System
FIS Heer.
Wie das BBL auf Anfrage erläutert, sind ausserdem die Beschaffungszahlen für IT-Dienstleistungen separat aufgelistet, nämlich unter der Kategorie Dienstleistungen. Dieser Posten ist immerhin jährlich knapp eine halbe Milliarde Franken schwer - mehr als die Hälfte davon sind Informatikdienstleistungen, heisst es beim BBL.
Darüber hinaus beschafft der Bund auch Kopiertechnik, Büromatik, Präsentationstechnik oder auch EDV-Verbrauchsmaterial und Informationsträger für einige Dutzend Millionen pro Jahr. Über sämtliche Kategorien hinweg gibt der Bund jährlich rund 5 Milliarden Franken für Beschaffungen aus. (Maurizio Minetti)
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