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Dienstag, 21.08.2012
Was der Bund für die IT-Beschaffungen ausgibt

Aufgrund hoher Ausgaben für die Armee-IT gibt der Bund jährlich insgesamt mindestens eine Milliarde Franken für Informatikbeschaffungen aus.
 
Seit dem Skandal rund um das Software-Projekt Insieme bei der Eidgenössischen Steuerverwaltungen stehen die Beschaffungen der Bundesverwaltung im Fokus der Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) nun heute die Statistik der Beschaffungszahlungen des Bundes der Jahre 2009 und 2010 veröffentlicht. Die Statistik für 2011 wird Ende Jahr folgen.
 
Teure Armee-IT
Der Bund gibt demnach für Beschaffungen im Bereich Informatik jährlich rund eine Milliarde Franken aus. Die Beschaffungskategorien sind allerdings nicht immer klar abgegrenzt. Für IT- und Telekommunikationsmittel allgemein hat der Bund 2010 rund 321 Millionen Franken ausgegeben. Im Vorjahr waren es 318 Millionen. Zu dieser Kategorie zählen Hardware, Software, Telekommunikationsmittel sowie Pflege und Wartung.
 
Das ist aber längst nicht alles. In der Kategorie "IT- und Telekommunikationsmittel für Führungs- und Einsatzsysteme der Armee" - nach dem Strassenbau die gewichtigste Beschaffungskategorie - sind für 2009 615 und für das Folgejahr 530 Millionen Franken aufgelistet. Darin widerspiegelt sich wohl unter anderem das Chaos bei der Armee-IT rund um das fehlerhafte System FIS Heer.
 
Wie das BBL auf Anfrage erläutert, sind ausserdem die Beschaffungszahlen für IT-Dienstleistungen separat aufgelistet, nämlich unter der Kategorie Dienstleistungen. Dieser Posten ist immerhin jährlich knapp eine halbe Milliarde Franken schwer - mehr als die Hälfte davon sind Informatikdienstleistungen, heisst es beim BBL.
 
Darüber hinaus beschafft der Bund auch Kopiertechnik, Büromatik, Präsentationstechnik oder auch EDV-Verbrauchsmaterial und Informationsträger für einige Dutzend Millionen pro Jahr. Über sämtliche Kategorien hinweg gibt der Bund jährlich rund 5 Milliarden Franken für Beschaffungen aus. (Maurizio Minetti)
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Kommentare:
Dora Studer 22.08.2012 08:54 Nehmen wir es als Kompliment! In der Privatwirtschaft müssen viele IT-Wunderkinder, IT-Supertalente und begnadete IT-ProjektmanagerInnen am Werk sein. In unzähligen Unternehmen werden IT-Projekte erfolgreich abgeschlossen und läuft Software (mehrheitlich) still und ruhig vor sich hin. Und das mit IT-Budgets, die neben 1 Milliarde nicht erwähnenswert sind.
Daniel Saner 24.08.2012 16:18 Wer schon einmal mit den entsprechenden Behörden und Organisationseinheiten, und sei es nur als Dienstleistender in der Armee, zu tun hatte, wundert sich darüber kein bisschen. Da ist ein Filz von Stammtischlern am Werk, die gegenseitig dafür sorgen, dass nie jemand Verantwortung dafür übernehmen muss, wie Steuergelder eingesetzt werden. In jeder Privatunternehmung würden Personen, wie sie in der Armeeführung tätig sind, schnellstmöglich ersetzt – wenn das Unternehmen deren Inkompetenz überhaupt überlebt. Wer Näheres zum Thema des FIS-Heer-Debakels weiss, wundert sich wie man, mangels gediegenerem passenden Ausdruck, so blöd sein kann.
 
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