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Montag, 20.08.2012
Surface: Was stimmt und was nicht?

Surface-Tablet für 199 Dollar, offenbar gekaufte Lizenzen von Apple und ein Verkaufsboom von 3 Millionen "Surfaces" bis Ende Jahr. Spekulationen rund um das MS-Tablet.
 
Wird Microsofts Surface-Tablet 199 Dollar kosten? Diese Frage scheint momentan in aller Munde zu sein und das noch bevor das Kind effektiv geboren wurde. Der "Geburtstermin" ist am 26. Oktober und bis jetzt hat Microsoft noch keinen Verkaufspreis genannt. Dafür behauptete eine anonyme Quelle gegenüber 'Engadget', dass die Redmonder das Surface zu einem Spotpreis von 199 US-Dollar auf den Markt bringen wollen. Dies soll Microsoft jüngst an der TechReady15-Konferenz verraten haben. Dieser Preis erscheint gewagt, weil er im Vergleich zu iPad und Co. äusserst tief liegt. Doch technisch gesehen basiert das Surface auf Nvidias Tegra 3, genau wie Googles Nexus 7 – das ebenfalls für 199 US-Dollar verkauft wird, dafür aber kleiner ist.

Ist dieser Preis eine Marketingmassnahme?
Klar scheint, dass Microsoft mit diesem Verkaufspreis keinen Rappen verdienen würde, im Gegenteil müsste der Softwarehersteller noch drauf zahlen. Jedoch: Als strategische Massnahme, den Kunden Windows 8 schmackhaft zu machen, wäre es aber durchaus denkbar. Dann stellt sich die Frage: Schafft es Microsoft, genügend Apps zu verkaufen, um die Verluste, die mit einem 199-Dollar-Tablet erzielt werden, auszugleichen?
 
Befragte Analysten glauben nicht an einen Schleuderpreis von 199 Dollar. Gegenüber News.com sagte Rhoda Alexander, die bei IHS iSuppli für Tablets und Displays zuständig ist: "Wir wären erstaunt über einen Preis von 199 Dollar, Microsoft würde in dem Fall gleichzeitig Geld verschenken und Geld verlieren."
 
Laut einem Artikel auf 'cnet' sollen bis Ende Jahr zudem 3 Millionen Surface-Tablets verkauft werden – man bedenke aber, dass erst Ende Oktober der Launch ansteht. Analyst Bob O’Donnell der Marktforschungsfirma IDC sagte in einem telefonischen Interview gegenüber 'cnet', dass die Produktionspläne ein paar Millionen Einheiten für das Kalenderjahr 2012 umfassen. "Probably a little over 3 million, both Intel x86 and ARM".
 
Microsoft kauft Apple-Lizenzen
Zu guter Letzt kauft der Software-Gigant Microsoft, laut 'Engadget', offenbar Lizenzen bei Apple für bestimmte Bauweisen von Tablet-PCs. Somit sei man freier im Bau der künftigen Surface-Tablets. Ein Beispiel dafür sind die runden Ecken, die nun kein Problem seien. Man wolle nicht wie Konkurrent Samsung in ewigen Patentstreitigkeiten suhlen.
 
Es scheint ein cleverer Zug von Microsoft zu sein: Für das Unternehmen ist der Erfolg seiner Windows-8-Tablets einfach zu wichtig, um durch Gerichte noch weiter ausgebremst zu werden. (hal)
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Kommentare:
Boris Macek 20.08.2012 17:50 Falls Microsoft im Tablet-Markt gegen Apple und Google noch irgendetwas ausrichten will, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als ihr Tablet quasi zu verschenken. Auf ein Microsoft-Tablet hat meiner Ansicht nach wirklich niemand gewartet. Insofern kann Microsoft gar nicht anders, als über den Preis die nötige Nachfrage zu schaffen, um nicht einmal mehr mit eigener Hardware sang- und klanglos unterzugehen.
Stevenio Jobission 07.09.2012 23:00 In Anbetracht des grossen Schrotts, den Apple für enorme Summen verkauft, dürfte Microsoft problemlos einen Löwenanteil vom Kuchen abschneiden können. Die Ziele von 3 Mio. Stk. sind zwar hoch, aber ich denke, auch bei einem bisschen höheren Preis absolut machbar.
 
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