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Montag, 16.07.2012
Stellenabbau bei Media Markt Schweiz?

Umbau beim Elektronikhändler nach dem schlechten 2011.
 
Laut einem Bericht im gestrigen 'Sonntag' müssen die Mitarbeitenden des Elektronikhändlers Media Markt zurzeit um ihre Stelle bangen. Alle Geschäftsführer seien angehalten worden, Personal zu entlassen, weil sich die Ertragslage weiter verschlechtert habe. "In letzter Zeit haben sich die plötzlichen Abgänge gehäuft", so ein Media-Markt-Lieferant gegenüber der Zeitung. Media Markt versuche, die Lagerkosten zu senken. Geschäftspartner sprechen von bis zu 30 Prozent weniger Bestellungen.
 
Hinzu komme, dass Media Markt die Personalstrukturen verändert habe. Um Kosten zu sparen, verringert der Händler die Anzahl Teamleiter in seinen Filialen. Damit werden die verbliebenen Teamleiter für mehr Bereiche verantwortlich. War jemand bisher zum Beispiel für den Computer-Bereich zuständig, muss er sich nun eventuell auch noch um die Foto- und Telefonabteilung kümmern.
 
Krisenjahr
Media-Saturn Schweiz musste letztes Jahr einen Umsatzrückgang von 1038 Millionen Franken im Vorjahr auf 914 Millionen Franken hinnehmen. Der Gewinn sank um 11,5 Prozent auf 28,2 Millionen Franken. Die meisten Saturn-Märkte in der Schweiz sowie einige Media-Markt-Filialen schreiben zurzeit Verluste.
 
Das Unternehmen beschäftigte vor zwei Jahren noch 1600 Personen in der Schweiz. Ende 2011 waren es noch 1550. Vergangenen August habe Media Markt noch angekündigt, man wolle 2011 rund 300 Stellen schaffen und bis 2015 die Anzahl Filialen auf 45 beinahe verdoppeln, schreibt der 'Sonntag'. Nun sagte aber eine Sprecherin: "Die Expansion hat sich etwas verzögert, da Investoren, die den Bau von Shoppingcentern in der Schweiz unterstützt haben, abgesprungen sind." Dieses Jahr wird kein neuer Markt eröffnet. Man sehe aber weiteres Potenzial für Märkte und den neuen Online-Shop. (mim)
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Kommentare:
Flachmüller Beat 16.07.2012 13:42 Würde der Media Markt etwas Ordnung im Laden haben, könnte man auch was kaufen. Aber meistens findet man den Preis am Gestell nicht angeschrieben oder es ist einem schlicht zu doof, anhand der Artikelnummern der einzelnen Produkte dies am Gestell zu suchen. Vielfach ist alles Kraut und Rüebli in die Gestelle eingeräumt. Nicht selten merkt man erst an der Kasse, dass der vermeintlich ermittelte Preis sowieso nicht stimmt. Nur ein Mitarbeiter kann mit Gewissheit sagen, was ein einzelnes Produkt kostet, da er es schnell an einem nur für ihn zugänglichem PC scannt. Durch den Abbau von Mitarbeitern wird auch dieser bereits inakzeptable Weg wegfallen.
 
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