Consulter, Softwarehersteller und andere Dienstleister zuversichtlich. Pessimistischer ist man in der UE- und Imaging/Printing-Branche.
Der Anbruch des Sommers scheint die Stimmung auch in der Schweizer ICT-Branche zu heben. Trotz Euro- und Bankenkrise, starkem Franken und wirtschaftlichen Unsicherheiten vielerorts: Der Optimismus in der hiesigen ICT-Branche, beziehungsweise deren Glauben an Wachstum, höhere Profite und vollere Auftragsbücher, ist laut dem neusten Swico ICT Index verglichen zum Jahresanfang deutlich gestiegen. Der Index für die gesamte Branche, in dem die Kriterien erwartete Umsatzveränderung, erwartete Veränderung des Auftragseingangs sowie erwartete Veränderung der Rentabilität zusammengefasst werden, ist für das dritte Quartal im Vergleich zum zweiten Quartal um fast zehn Punkte auf 110,1 gestiegen. Damit ist die Stimmung in der Branche nun wieder etwa gleich gut, wie vor einem Jahr. Der ICT Index des Branchenverbands Swico beruht auf einer Befragung von Führungskräften durch das Marktforschungsunternehmen Sieber & Partners.
"Die ICT-Industrie geht mit grossem
Optimismus in die zweite Jahreshälfte… Dieser Trend wird unterstützt durch positive Konjunktur-Prognosen und es bleibt zu hoffen, dass sich kurzfristige Wachstumsmöglichkeiten materialisieren und sich die gute Gesamttendenz längerfristig halten kann", meint Swico-Präsident Andreas Knöpfli zu den Ergbenissen des aktuellen Index.
Unter anderem aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher rechnen die Unternehmen der Segmente Consulting, IT-Services, Software und IT-Technology im Schnitt sowohl mit Wachstum als auch mit höherer Rentabilität. In allen Segmenten ist zudem der Anteil der Unternehmen, die von einem Wachstum der Sales Pipeline ausgehen, grösser als der Anteil derer, die einen Rückgang erwarten.
Deutlich weniger optimistisch ist man allerdings in den Segmenten Unterhaltungselektronik und Imaging/Printing/Finishing. Die Vertreter des letzteren Bereichs rechnen im Schnitt nicht nur mit rückläufigen Umsätzen und Profiten sondern auch einem schrumpfenden Auftragseingang. In der UE-Branche glaubt man dagegen zwar zwar an Umsatzwachstum, aber gleichzeitig auch an einen weiteren Rückgang der Rentabilität. Der Grund ist unter anderem der stetig wachsende Anteil des Online-Handels, der den Preiskampf verschärft. (Hans Jörg Maron)
(Grafik: Swico, ICT Index Q3 2012)