Ruedi Wipf übernimmt bei Swisscom den Posten von Erich Gebhardt als Leiter der Produktentwicklung im Bereich Grosskunden. Gebhardt baut einen neuen, firmenübergreifenden Bereich UCC bei Swisscom auf.
AdNovum-CEO Ruedi Wipf (Foto) wechselt per Ende 2012 zu Swisscom. Bis dann wird Wipf, der die Firma seit dem
Weggang des Gründers und ehemaligen Besitzers Stefan Arn erfolgreich geführt hat, die Suche nach einem Nachfolger unterstützen.
"Ich bin nun seit 14 Jahren bei AdNovum. Heute mit 42 Jahren stellt sich mir die Frage, ob ich beruflich noch einmal etwas anderes, in einem anderen Bereich, machen will," so Ruedi Wipf in einem kurzen Telefongespräch mit inside-channels.ch. In der Tat wird Wipf bei Swisscom in eine völlig neue Welt eintauchen. Er wird beim Grosskonzern als Leiter des Bereichs "Customer Experience Design" die Verantwortung für die Produktentwicklung im Bereich Grosskunden übernehmen. Dabei geht es um die Neuentwicklung, respektive das Schnüren von Produktepaketen für IP-basierte Kommunikationslösungen, also um um
Themen wie ECM, IP-Kommunikation, Sicherheit oder Collaboration.
Erich Gebhardt,
der seit drei Jahren für das "Customer Experience Design" im Grosskundensegment von Swisscom verantwortlich war, wird eine neue Aufgabe übernehmen. Er baut innerhalb von Swisscom Schweiz bereichsübergreifend eine Abteilung mit dem blumigen Namen "Unified Communications Identity" auf, die UCC-Lösungen (Unified Communications) entwickelt. Man kann also davon ausgehen, dass Swisscom vermehrt auch UCC-Lösungen für KMU und Privatkunden bringen wird.
Viel Lob zum AbschiedWipf wird Ende Jahr eine offenbar florierende Firma verlassen. AdNovum beschäftigt heute ungefähr 290 Mitarbeitende - mehr als doppelt so viel wie im September 2006, als der damalige CEO und Firmengründer Stefan Arn
seinen Weggang zur UBS angekündigt hatte.
Er bedaure Wipfs Abgang ausserordentlich, schreibt AdNovum-Verwaltungsratspräsident Gratian Anda in einer Medienmitteilung. Wipf habe als CEO der AdNovum Gruppe "hervorragende Arbeit" geleistet. Dies zeige sich in den "erfreulichen wirtschaftlichen Kennziffern" und der ausserordentlichen Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitenden, so Anda.
Gespannt wird man nun in der Branche beobachten, wie AdNovum den bereits zweiten Chefwechsel seit Ende 2006 meistern wird. Die meisten der heute zwischen 20 und 30 Jahre alten Schweizer Software-Firmen wie Netcetera, Ergon, BSI aber auch die St. Galler Abacus werden immer noch von der Gründer-Generation geführt. (Christoph Hugenschmidt)