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Dienstag, 22.05.2012
Getronics und Connectis werden zusammengelegt (Update)

Tom Kleiber Connectis
Connectis-Management übernimmt die Macht: Tom Kleiber wird CEO der "neuen" Connectis mit etwa 400 Mitarbeitenden. Der bisherige Getronics-Schweiz-Chef wird Chef der Division International Services, die internationale Kunden betreut. Nur wenige Entlassungen.
 
Das ging aber schnell: Kaum hat die deutsche Industrieholding Aurelius den paneuropäischen IT-Dienstleister Getronics übernommen, werden die beiden Schweizer Operationen des Konzerns, Connectis und Getronics Schweiz, zusammengelegt. Die Integration der beiden Firmen soll schon Anfang Juli abgeschlossen sein.
 
Connectis-Management übernimmt die Macht
Auffallend ist, dass das Management von Connectis auch nach dem "Schulterschluss" mit Getronics, wie die Integration in einer Pressemitteilung euphemistisch genannt wird, komplett von Connectis stammt. Chef des nunmehr etwa 400-köpfigen Systemintegrators wird Tom Kleiber. Sowohl Verkaufs- und Marketingleiter Walter Lienhard, COO und "Chefrestrukturierer" Matthias Täubl wie auch Finanzchef Christian Topp kommen wie Kleiber von Connectis.
 
Der bisherige Getronics-Schweiz-Chef Kurt Bylang bekommt den Posten eines "Executive Directors" als Chef der neu geschaffenen Division International Services. Bylang soll zudem das Managed-Service-Angebot weiterentwickeln.
 
Im Verwaltungsrats von Connectis werden Luzi Rageth als Präsident sowie Gert Purkert von Aurelius und Andreas Ziegenhain, CEO von Getronics Global Services B.V., sitzen. Rageth war bereits bisher VRP von Connectis.
 
Nur wenige Entlassungen
Der neu-alte Connectis-Chef Tom Kleiber betonte in einer Telefonkonferenz heute Nachmittag, er wolle alle Standorte behalten. Zudem habe es Connectis bisher eher an Ressourcen gefehlt. Connectis habe deshalb in den letzten Monaten "viele" Kundenanfragen abgelehnt, so Kleiber. Deshalb sei keine Restrukturierung geplant. Allerdings stritt Kleiber nicht ab, dass es im Management von Getronics und Connectis Überschneidungen gibt und es deshalb zu "ein paar Kündigungen" kommen werde.
 
Kein Carrier: Ein Vorteil?
Mit rund 400 Mitarbeitenden ist Connectis nach Swisscom aber noch vor Sunrise die Nummer zwei unter den Netzwerk-Systemintegratoren in der Schweiz. Allerdings besitzt Connectis im Gegensatz zu Swisscom und Sunrise kein eigenes Netzwerk, kann also bei hart umkämpften Deals keine Mischkalkulationen machen.
 
Kleiber sieht dies allerdings eher als Vorteil. Der Besitz eines eigenen Netzwerks sei nicht matchentscheidend, sondern die Fähigkeit, rasch die richtigen Dienstleistungsangebote auf den Markt zu bringen. "Da habe ich keine Bedenken", so Kleiber in der Telefonkonferenz.
 
Zudem kann Connectis gegenüber Swisscom und Sunrise das Argument ins Feld führen, Teil einer multinationalen Gruppe zu sein. Die von Aurelius übernommene Getronics will vermehrt Kompetenzen innerhalb der Gruppe austauschen und ist zudem Teil der Getronics Workspace Alliance, die direkt in 30 Ländern präsent ist. (Christoph Hugenschmidt)
 
Dieser Artikel wurde nach einer Telefonkonferenz heute Dienstag verändert und ergänzt.
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