HP vor Mega-Stellenabbau

Hewlett-Packard dürfte nächste Woche den Abbau von bis zu 30'000 Stellen bekannt geben. Vor allem die Dienstleistungssparte soll betroffen sein.
 
Der IT-Konzern Hewlett-Packard steht vor einem umfangreichen Stellenabbau. Dies berichten verschiedene Medien wie 'Bloomberg' oder das 'Wall Street Journal'. Demnach werde HP wahrscheinlich am Mittwoch, anlässlich der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen, den Abbau von 25'000 bis 30'000 Jobs kommunizieren, heisst es unter Berufung auf gut informierte Personen. HP wollte die Berichte nicht kommentieren.
 
Seit dem Entscheid von HP, die Drucker- und die PC-Sparte zusammenzuführen, wird über einen möglichen Stellenabbau spekuliert. Die neue Konzernchefin Meg Whitman selbst sprach zwar von einem Abbau, ohne ihn aber zu quantifizieren. HP kämpft schon seit längerem mit schleppenden Umsatz- und Gewinnzahlen und möchte nun im Rahmen der Zusammenlegung der beiden Sparten Doppelspurigkeiten beseitigen und Synergien besser nutzen.
 
Sollte der Jobabbau tatsächlich so umgesetzt werden – man kann davon ausgehen, dass die Medienberichte der Wahrheit entsprechen – so würde HP 8 Prozent der weltweit 350'000 Jobs streichen. Nach Einschätzung des 'Wall Street Journal' entspräche der Abbau einem der grössten in den USA seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Grosse Stellenstreichungen sind bei HP keine Seltenheit: Kurz nach seinem Amtsamtritt im Jahr 2005 verfügte der damalige CEO Mark Hurd den Abbau von 14'500 Jobs – 2008 strich er weitere 24'600 Stellen nach der Übernahme von EDS und 2010 weitere 9000. Gemäss 'Bloomberg' soll diesmal wieder der Service-Bereich bluten: In der Dienstleistungssparte sollen 10'000 bis 15'000 Stellen wegfallen. (mim)