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Dienstag, 15.05.2012
Bechtle, Margendruck und Aufwind

Dank eines starken Geschäfts im deutschen Heimatmarkt und Zukäufen hat der IT-Dienstleister Bechtle im ersten Quartal bezüglich des Umsatzes die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Die Erlöse sind im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 487,6 Millionen Euro nach oben gegangen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist aber wegen gestiegener Personalkosten durch massiven Stellenaufbau und des zunehmenden Preisdrucks im Online-Handel mit Notebooks, Druckern, Servern und Netzwerken von 17,8 auf 17,3 Millionen Euro gesunken.
 
Vor allem die stark wachsende Nachfrage im E-Commerce mit IT-Hardware hat dazu geführt, dass das Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bei Heilbronn die Belegschaft im ersten Quartal um 100 Mitarbeiter aufstocken musste, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 745 auf rund 5'600 Mitarbeiter. Im Systemhausgeschäft fiel der teure Personalaufbau wegen der guten Auftragslage vor allem in Deutschland weit weniger ins Gewicht.
 
Bechtle-Chef Thomas Olemotz sprach trotz des Gewinnrückgangs und Margendrucks von einem guten Jahresauftakt und sieht das Unternehmen vor allem im IT-Lösungsgeschäft weiter im Aufwind, so dass er am Ziel festhält, Umsatz und Ergebnis vom Vorjahr zu toppen. "Wir denken nicht von Quartal zu Quartal, unser Fokus ist klar auf das langfristige Wachstum von Bechtle gerichtet", erklärte Olemotz in einer Pressekonferenz.
 
Als eines der führenden Systemhäuser Europas ist die Bechtle AG an ungefähr 60 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. 2011 kam das am deutschen TecDAX kotierte Unternehmen auf einen Jahresumsatz von rund 1,99 Milliarden Euro und einen EBIT von 86,4 Millionen Euro. Etwa zwei Drittel davon brachte das Systemhausgeschäft ein, ein Drittel der an Unternehmen und Behörden gerichtete Online-Handel in 13 europäischen Ländern. (kh)
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