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Donnerstag, 24.02.2011
Kein Weko-Verfahren gegen switchplus

Die Untersuchung beim Bakom läuft noch.
 
Im Sommer 2009 wurde bekannt, dass der Schweizer Internetdomain-Verwalter Switch (.ch, .li) mit dem Tochterunternehmen switchplus in den Hosting-Markt einsteigt. Schweizer Hoster sehen sich bedroht, weil mit Geld aus einer Stiftung aus dem staatlichen Umfeld private Hosting-Provider konkurrenziert werden. Eine Gruppe von Hostern wehrt sich seitdem mit allen juristischen Mitteln dagegen - bislang erfolglos.
 
Letztes Jahr haben die Hoster auch das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) eingeschaltet. Es eröffnete im Juni 2010 eine Vorabklärung. Vor wenigen Tagen hat die Wettbewerbsbehörde nun aber entschieden, die Vorabklärung einzustellen und keine Untersuchung zu eröffnen, wie Weko-Vizedirektor Olivier Schaller gegenüber inside-channels.ch bestätigt. "Wir haben keine Anhaltspunkte einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung gefunden", so Schaller. Weitere Details nannte er nicht.
 
Hoster sind über diesen Entscheid mehr als verärgert. "Das ist eine absolute Schweinerei", sagt einer von ihnen unverblümt. Nach Meinung der Hoster missbraucht der Domainverwalter Switch seine Monopolstellung ganz klar. Bei Switch heisst es auf Anfrage, man habe den Entscheid der Weko zur Kenntnis genommen.
 
Gestützt auf das Fernmeldegesetz hat auch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein Aufsichtsverfahren eingeleitet. Mit einem Entscheid sei "im Frühling" zu rechnen, heisst es dort auf Anfrage. (mim)
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