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Freitag, 26.11.2004
Bündner Finnova-Deal: (k)ein Vorentscheid?

Beobachter der Schweizer Szene der IT-Spezialisten für die Finanzindustrie haben gespannt auf den Entscheid der Graubündner Kantonalbank für eine neue IT-Plattform gewartet. Mit Finnova gewinnt der Aufsteiger des Jahres. Wieder nicht zum Zug gekommen ist hingegen der US-Konzern CSC, der zusammen mit SAP mit viel Aufwand die "Swiss Banking Plattform" entwickelte, aber offensichtlich Mühe hat, sich durchzusetzen. Das Nachsehen hatte auch die Zürcher Avaloq.
 
Demnächst werden weitere vier Kantonalbanken (SG, TG, LU, FR) einen Grundsatz-Entscheid fällen. Diese waren bisher im AGI-Gemeinschaftswerk engagiert, ganz im Gegensatz zu den Bündner, die den Alleingang immer vorgezogen haben.
 
In der Branche rätselt man nun, ob der Finnova-Entscheid der GKB für oder gegen die Lenzburger Software-Schmiede im Kampf um die ehemaligen AGI-Banken spricht. Für Finnova spricht, dass Swisscom IT Services im St. Galler Rechenzentrum eh Finnova-Know-How aufbauen wird und sich möglicherweise Skaleneffekte einstellen werden. Gegen Finnova spricht, dass die Lenzburger Software offiziell schlicht nicht auf der "Short-List" in der Evaluation der vier Kantonalbanken steht. In der Auswahl stehen zur Zeit noch die Systeme von CSC und wiederum dem Zürcher Privatbanken-Spezialisten Avaloq.
 
Erst der Anfang
Der Wettlauf um die Aufträge der Kantonalbanken für neue IT-Systeme ist erst der Anfang. Früher oder später werden sich auch die Banken, die das System von Unicible betreiben, für eine neue Plattform entscheiden wollen.
Und von einem weiteren Player wird zur Zeit wenig gesprochen: RTC. RTC modernisiert mit viel Geld die Banken-Kernlösung "Ibis". Die Kundschaft des von den der Berner KB dominierten RTC-Verbundes dürfte aber auch ganz stark im Fokus von Avaloq und natürlich CSC stehen. (Christoph Hugenschmidt)
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